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the empyrean
Aber dann seh‘ ich’s in seinen Augen, da ist keine Abscheu, kein Hass, nicht einmal Wut, nur Verständnis, Mitgefühl und auf einmal spüre ich sie – Erleichterung.
Veena Crane

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Reiter
22 Jahre alt
Wäre es nach Caels Eltern gegangen, er hätte nie auch nur einen Fuß in den Reiter:innenquadranten gesetzt. Er hätte ebenso wenig zur Gratwanderung über den Viadukt angesetzt, der alles andere als eine Wanderschaft war. Scheiße, er hatte ja nicht einmal selbst geplant, irgendwann hier zu landen! … Bis er es dann doch wieder hatte. Nicht weil er vom Ansehen glorreicher Heldentaten geträumt hat, seit er klein war, oder weil er dazu gezeichnet war, dem Königreich seine Loyalität zu beweisen. Im Endeffekt war es nichts anderes als die einzig logische Entscheidung, irgendetwas Sinnvolles mit seinem Leben anzufangen. Weil er ein verdammter Kämpfer ist. Jemand, den man nicht zum Freund haben muss, aber genauso wenig zum Feind haben will. Der im Kampf überzeugt, ohne bei jeder anderen Gelegenheit den Dicken zu markieren. Trotzdem den kleinen Jungen im Inneren erhält, seinen Humor und Witz, manches Mal ebenso morbid wie charmant, sarkastisch wie provokativ. Unauffällig genug, zu überleben, aber mittlerweile genauso hart und erbittert, wenn es darauf ankommt. Weil er nur zu gut versteht, die Leute immer gerade nah genug an sich heranzulassen, um sich nicht das Gegenteil vorwerfen zu müssen.
Doch unter der Oberfläche haben die Verluste einer dezimierten Staffel ebenso ihre Narben hinterlassen wie auf seinem Rücken eine Zielscheibe. Er mag vielleicht nicht verantwortlich für ihren Tod sein, aber als Staffelkamerad war er verdammt nochmal mitverantwortlich für ihr Überleben. So astronomisch die Chancen auch standen, alle durchzubringen, stattdessen selbst einer von wenigen Überlebenden zu sein. Wohl das einzig Gute daran, ein gutes Zeichen – und eine Verantwortung. Sich in diesem nächsten Jahr den Viadukt aus freien Stücken anzusehen. Nicht die Augen davor zu verschließen, seinem Alltag nachzugehen oder es als Alltag hinzunehmen. Während ihm genügend einfallen, die ihn wohl kaum darum beneiden, ausgerechnet die Reihen der eigenen Staffel mit lauter Kadettinnen – eine heißer als die andere – aufgefüllt zu bekommen. Wären ansonsten ein guter Weg, so viel in sich hineingefressene Wut loszuwerden, die er anders nicht loswird, aber loswerden muss. Weil der konstante Kampf mit anderen, mit sich selbst nicht genug Ventil ist, nämlich genauso viel erzeugt, wie er verbraucht. Sei es, dass es manches Mal bis auf die Knochen geht oder er es ohne zu zögern kann, wenn er muss. Dass es etwas am Kampf gibt, das sich beinahe göttlich anfühlt. Einen Kick, der nicht immer in die Rippen geht, sondern als Adrenalin durch sein Blut rauscht wie die Leichen der Gefallenen durch den Iakobos.
Dabei ist ihm nichts jemals wirklich passiert. Brynn lebt noch, seine Eltern genauso, ja, sogar seine scheiß Ex. Nur Aretia liegt in Schutt und Asche, geschehen wie auch immer. Aber hey, passiert. War mal seine Heimat, dann Deepcrest, zuletzt Lotrotum, jetzt … das hier. Basgiath. Wo ihm seine Einstellung und die Wut entweder Verderben oder Gewähr sein werden. Grund genug sind, sich von Reiter:innen mit diversen psychischen Siegelkräften fernzuhalten. Niemandem wissentlich einen Blick in seine nonexistente Seele zu gewähren, tiefer als er selbst ihn je riskieren wollte. Hinein in Gedanken, die ihn locker ihren Ursprung, seinen Kopf kosten könnten. Während ihn noch kein Drache in Flammen aufgehen lassen oder bei lebendigem Leibe verschlungen hat, zollt er ihnen doch weitaus größeren Respekt als dem Kodex. Denn sosehr Cael sich dazu berufen fühlen mag, die Ränge des Militärs ebenso wie den Gauntlet zu erklimmen, sosehr verbittet er sich auch, das Schulterpolster der Stiefelleckerei von Befehlsketten auf seine Uniform nähen zu müssen.
Er würde niemals in der Lage sein, irgendetwas zu bewirken. Ist ja jetzt schon mehr mit Überleben beschäftigt denn allem, wofür er einst den Viadukt überquerte. Trotzdem immer noch so verzweifelt, sich die eigene Menschlichkeit zu erhalten. Gibt nichts mehr, bei dem er weiß, was er eigentlich noch glauben soll. Das Einzige, was er noch weiß, ist, dass er überleben wird. Ist das Einzige, woran er noch glauben kann. Das – und die Götter. Wie er sich manches Mal fragt, was es wohl bedeutet, einen so ähnlichen Namen wie Caelra – die Friedensgöttin – zu tragen. Dauert aber meistens nicht lange, bis seine Stoßgebete wieder an Malek, Dunne oder Zihnal gehen, öfter als er in einen Tempel. Denn sie alle begreifen Schutz und Führung ihrer Anhänger:innen als höchstes Ziel, und für nichts anderes erlebt Cael jeden Tag einen neuen Sonnenaufgang. Mit der Angst als sein ständiger Begleiter, dass sie im Endeffekt doch alle gleich sind, wenn das hier vorbei ist, egal wie man hergefunden hat. Nicht ein Reiter, der mehr noch überleben will denn Reiter sein, bedeutet das eine doch das andere.
Gespielt von Berry
Dabei seit: 28.03.2025, 20:46
Zuletzt gesehen: 07.04.2026, 17:43

Reiter
22 Jahre alt
”Samael!”
Es ist die Stimme deiner Mutter, die ermahnend durchs Wohnzimmer peitscht. Hörst sie nur irgendwo in deinem Hinterkopf, gut vergraben hinter den bunten Bildern, die deine Fantasie vor dein inneres Auge zeichnet. Du breitest die Arme aus; sie werden zu Flügeln, und die Holzdielen zu deinen Füßen zu einer Miniaturvariante der Welt, die du sonst nur vom Erdboden aus erkunden kannst. Reiter werden, ein Gedanke, der sich schon früh in deinen Kopf schlich - und der ebenso schnell wieder ausgetrieben werden sollte. Das Familiengeschäft weiterführen, würden deine Eltern als Variante, in der du dein Leben gestaltest, bevorzugen, sie würden auf dich einreden, dir Hausarrest erteilen, dich nach der Schule beschäftigt halten, damit du gar nicht erst auf die Idee kämst, für den Reiterquadranten zu trainieren. Warst schon früh Rebell, hast dich aufgelehnt, nicht nur gegen deine Eltern. Gegen Lehrer, gegen gesellschaftliche Konventionen; doch warst dabei seit jeher so charmant, dass man dir kaum lang böse sein konnte. Samael, der mit dem schrägen Grinsen und dem frechen Leuchten in den Augen. Samael, der, der’s immer nur gut meint.

Hast du dir etwas in den Kopf gesetzt, ziehst du’s durch. Bist so ansteckend, dass es dir leicht fiel, Menschen um dich zu scharen. Bist gute Gesellschaft, ein Typ zum Pferde stehlen. Der mit den guten Ratschlägen und dem milden Lächeln, wenn’s mal so richtig scheiße läuft; der mit der starken Schulter und dem aufbauenden, vorsichtigen Nicken. Aufstehen, Dreck von der Hose klopfen, Weitermachen. Ist nicht nur die Devise, die du allen einzubläuen versuchst, du bist diese Worte, lebst sie, mit jeder Faser deines Seins. Kein Sturz zu tief, um sich nicht abzufangen, keine Schatten zu dunkel, um sie nicht vom Licht der Sonne vertreiben zu lassen. Bist das Klopfen auf die Schulter, wenn’s richtig scheiße läuft und der Rückenwind derjenigen, die kurz vorm Fall stehen. Eine Stütze, eine Konstante. Das Leuchtfeuer in der Nacht. Kaum ein Wunder, dass die Menschen dich schätzen, dein Freundeskreis wächst mit jedem Schritt, den du dich wohin-auch-immer bewegt.

Klingt nach einem anderen Samael, über den man all’ diese Dinge gesagt hat. Nach zwei Jahren im Reiter:innenquadranten lässt sich der Mensch, der einst mit erwartungsfreudigem Grinsen über den Viadukt lief, nicht mehr wiedererkennen. Du bist verbissen, dein Lächeln ist schmal. Deine Augen meist müde, von dunklen Rändern umzeichnet. Du hast dich verändert und dementierst es nicht, warum auch, ist nicht zu leugnen, dass der Samael, der im Wohnzimmer seines Elternhauses Drachenreiter spielte, nicht mehr ist. Wer kann bleiben, wer er war, wenn er all’ die Scheiße gesehen hat, die im Reiter:innenquadranten vor sich geht? Ist dein Standard geworden, dieser Satz, und doch ist da mehr, etwas nicht Greifbares, das dich verändert hat. Alles wie immer, die Leere in deinen Augen nur die logische Konsequenz des Lebens, das du gewählt hast… oder?
Gespielt von Jule
Dabei seit: 27.03.2025, 21:15
Zuletzt gesehen: 28.02.2026, 14:26

Fliegerin
23 Jahre alt
Stolz liegt in deinem Blick, während du die Worte schreibst. Ein Brief an deine Eltern, einer von vielen, die schon waren noch von weiteren, die noch folgen werden. Du hast ihnen niemals versprochen, ihnen jede Woche oder wenigstens einmal im Monat zu schreiben und das hast du auch noch nie in dieser Häufigkeit und Regelmäßigkeit getan, doch ist es dir wichtig, den Kontakt zu ihnen aufrecht zu erhalten. Du möchtest sie über Dinge informieren, die in die in deinem Leben passieren – die großen, wichtigen Ereignisse, nicht dass du etwa in einer bestimmten Unterrichtsstunde geglänzt hättest – und nun gibt es ein solches Ding. Eine Neuigkeit, die es in deinen Augen wert ist, ihnen mitzuteilen, immerhin wurdest du zur Schwingenführerin ernannt. Befördert. Ein großer Schritt für eine Kadettin wie dich, ein kleiner Schritt jedoch nur, wenn man die großartige Karriere betrachtet, die vor dir liegen könnte. Die Karriere, auf die deine Eltern dich schon in deiner Kindheit vorbereitet haben, die sie mit großer Gewissheit für dich, so wie für deine Geschwister, anstrebten, auch wenn sie es in dieser Form nie laut ausgesprochen haben.

Du kannst dich noch genau an deinen ersten Tag an der Cliffsbane Akademie erinnern. Eine junge Rookie, nicht ganz so unerfahren und untrainiert, wie viele andere, doch auch niemand, der die Weisheit mit Löffeln gegessen hätte. Die Wahl deines Quintanten lag ganz bei dir, wurde dir niemals in irgendeiner Form von deinen Eltern eingeredet und du wusstest immer, dass sie nicht weniger stolz auf dich wären, würdest du dich für einen akademischen Quintanten entscheiden. Bei deiner Ankunft war deine Tasche gefüllt mit Gebäck, hauptsächlich Zimtschnecken, die du am Vortag mit einer befreundeten Bäckerin zubereitet hast. Zu viele für dich allein, weil du nicht gut darin warst, abzuschätzen, wie viel du tatsächlich als Reiseproviant brauchen würdest – doch ausreichend, um sie bei deiner Ankunft in deinem neuen Zuhause zu verteilen. An diesem Tag hättest du nicht im Traum daran gedacht, dass die meisten jener, mit denen du deine Leckereien geteilt hast, in den folgenden Wochen schon zu deinen wichtigsten Bezugspersonen werden würden. Zu deinen besten Freundinnen.

Du bist nicht mehr die junge Frau von vor zwei Jahren. Bist nicht mehr die Person, die anderen eine Zimtrolle hinhält und beschließt, dass diese anderen zu ihren Freunden werden könnten (okay, zugegeben: würdest es auch heute noch tun, nur vielleicht etwas weniger unüberlegt). Das Training, das du schon während deiner Kindheit absolviert hast, wurde während deiner Ausbildung intensiviert, ausgeweitet. Aus der Tochter von Militärangehörigen ist selbst ein Mitglied des Militärs geworden – und zwar keines, das in der Hierarchie ganz unten steht. Etwas, das für dich aber auch nichts Schlimmes wäre. Der Ehrgeiz der letzten Jahre hat sich ausgezahlt, dein neuer Rang ist die Belohnung dafür. Nicht die erste und hoffentlich auch nicht die letzte. Aus dem Mädchen, das schon morgens durch die Straßen von Resson gelaufen ist, ist eine Fliegerin geworden. Stolz auf sich selbst und auf ihren Greifen. So stolz, dass sie dieses Gefühl mit den Menschen teilen will, denen sie nicht wenig davon zu verdanken hat: ihre Eltern.
Gespielt von Jea
Dabei seit: 25.03.2025, 20:10
Zuletzt gesehen: 31.01.2026, 16:34

Fliegerin
22 Jahre alt
Fast schon verträumt glitt ihr Blick in die Ferne und fand den dunklen Schatten, der sich gen Himmel erhob. Ein strahlendes Lächeln erschien auf ihren Lippen, während sie nur darüber nachdachte, dass das hier gut war. Sich absolut richtig anfühlte, denn Alora war genau dort, wo sie sein musste. Als Kadettin im 2. Jahr an der Cliffsbane Akademie in Zolya - noch immer in der Stadt, in der sie bereits geboren und aufgewachsen war, als zweites Kind der Familie Trevayne mit einem älteren Bruder, in dessen Fußstapfen sie mit ihrem Weg als angehende Fliegerin tritt. Dabei sah es nicht immer so aus, als könnte sie diesen Weg auch gehen. Mit einer signifikanten Beeinträchtigung durch einen Hörverlust von fast 50 Prozent auf einem und über 70 Prozent auf dem anderen Ohr, wurden ihr von Kindesbeinen an ständig Steine in den Weg gelegt. Inzwischen gleicht das die Rune aus, die ihr Bruder extra für sie in ein deutlich handlicheres Format gebracht hat und ihren Hörsinn verbessert. Dennoch fällt es ihr oft genug schwer, Konversationen mit mehreren Beteiligten in aller Gänze zu erfassen - weshalb sie auch zusätzlich nur allzu gerne auf die Gebärdensprache zurückgreift, um sich das Leben noch ein bisschen einfacher zu machen. Und dann wäre da noch Béal, der in der Luft gerne Ohren und Augen für sie offen hält. Die junge Nachtsichel war eine echte Überraschung für sie - und gleichzeitig die größte Bereicherung, die sie sich niemals hätte erträumen lassen. Nach einem gemeinsamen Jahr sind sie ein gutes Team geworden und ein Leben ohne den Greifen kann sie sich gar nicht mehr vorstellen, obwohl sie sich auch erstmal an seine Art gewöhnen musste. Selbiges gilt für ihren Schwadron in der Sonnenschwinge im Gipfelflügelschwarm, in dem sie frisch zur 1. Offizierin ernannt wurde und mit Stolz diesen Posten ausfüllt. Zu gerne bietet sie ihre Unterstützung auch den Rookies an, damit diese bestens auf ihre drei Jahre in Cliffsbane und die Zukunft vorbereitet werden. Für einen Kampf, der womöglich niemals endet und ihnen eine ungewisse, manchmal beinahe ausweglose, Zukunft beschert.
Gespielt von Ree
Dabei seit: 18.03.2025, 22:34
Zuletzt gesehen: 30.11.2025, 21:21

Fliegerin
24 Jahre alt
Lehnst dich zurück, beobachtest schweigend das Treiben um dich herum. So viele Menschen. Gehetzte Schritte auf Steinboden, Stimmengewirr, Gerüche und Eindrücke. Gedanken. Für die Großstadt bist du nicht gemacht, vermisst an der Cliffsbane Akademie, an der du direkt nach deinem Abschluss stationiert worden bist, abgesehen von deiner Familie und deinem verloren gegangen, inneren Frieden hauptsächlich eines: die Stille. Vermisst es, die Füße hochzulegen, bei einem heißen Minztee ein gutes Buch genießen zu können, ohne dauerhaft mit einem Auge woanders zu sein.

Dein Leben war ruhig. Verlief in geregelten Bahnen. Würdest deinen Wehrdienst einmal in Form einer Ausbildung zur Historikerin ablegen, Schriften studieren, nicht lang fort sein von dem Frieden, den nur deine Heimat dir bieten kann. Dein Plan war simpel: nach Haugstead zurückkehren, irgendwann einmal die Farm deiner Eltern übernehmen und mit ebenso viel Aufopferung leiten, wie sie es vor dir taten. Würdest da sein, wenn die Krone dich braucht, doch niemals mehr als das.
Bis es anders kam. Natürlich. Heute hast du dich daran gewöhnt, dass das Leben nicht kalkulierbar ist. Dass geregelte Bahnen nicht mehr sind als eine Abfolge glücklicher Zufälle, so, wie sich das Gegenteil schier wahllos eintritt. Das Schwert in Zihnals Händen ist zweischneidig, die Anwesenheit von Glück eine Nebenwirkung der Existenz des Pechs, ohne Licht keine Schatten, ohne Schatten kein Licht. Hast deine Lektion auf die harte Art gelernt, durch eine Aneinanderreihung von Missständen, die dich in den letzten Jahren heimsuchten, von Schmerz und Wut und -

Lass dich nicht runterziehen. Nicht von dem, was dir widerfahren ist, noch von dem Ausblick auf das Ungewisse. Hast bewiesen, dass du es bezwingen kannst, dort im Flieger:innenquintanten, der dich nicht hat kommen sehen (und du ihn auch nicht). Wurdest ausgebildet für einen Krieg, den du eigentlich nicht führen willst - zu keiner Grenze hin - und bist dennoch verpflichtet fürs Leben. Bereuen tust du nichts, und das, obwohl du in pedantischer Regelmäßigkeit den Blick auf die Vergangenheit richtest. Machst ne Kerbe in den Bettpfosten für jeden Menschen, den du nicht aufhören kannst zu vermissen, und zählst sie wie Schäfchen, wenn du nachts nicht schlafen kannst. Du hast gelernt, was in dir vorgeht zu bewältigen. Lernst es eigentlich noch immer, wirst besser darin, bist fast gut. Der Sturm überkommt dich nur noch selten - und wenn, dann hast du ein Paar Flügel unter dir, das dich schier mühelos hindurch trägt.
Gespielt von Jule
Dabei seit: 16.03.2025, 20:16
Zuletzt gesehen: 06.04.2026, 13:37

Heilerin
21 Jahre alt
Stets gab es nur zwei Reaktionen auf den Namen der jungen Kadettin aus dem Heilerquadranten. Je nachdem aus welcher Region Navarres, insbesondere Morraines, man kam und je nachdem wie gut man sich mit der dort ansässigen Herzogsfamilie auskennt: Entweder wusste man sofort, wen man vor sich hatte - oder starrte sie nur ahnungslos an. Als Jüngste von viel zu vielen Kindern ist Lainey Junibelle Tharienne - so ihr voller Name, den sie bewusst nur selten zur Vorstellung ihrerseits nutzt und sich lieber schlicht Lainey nennt - irgendwo auf dem aktuell letzten Platz der Thronfolge ihrer Provinz und gibt herzlich wenig auf den Titel, den ihre Familie seit Generationen innehält und eher früher als später an ihre älteste Schwester übergehen wird statt irgendwann in sehr ferner Zukunft (wenn überhaupt jemals) an sie. Sie ist nur ein junges Ding - wissbegierig und neugierig auf die Welt mit wenig Interesse daran, das absolut perfekte Vorzeigekind zu sein und den vorgezeichneten Weg zu gehen, den ihre Eltern ihr auferlegt haben.
Nein, sie verfolgt ihr eigenes Ding, ohne dabei explizit die Regeln zu brechen, sie die zwischen staubige Bücher und langweilige historische Aufzeichnungen geführt hätte. Viel lieber lebt sie im hier und jetzt, kümmert sie sich um alles, was lebendig ist und hat sich, entgegen des ausdrücklichen Wunsches ihrer Familie, für den Weg als Heilerin entschieden. Inzwischen im 2. Jahr in Basgiath kann sie auch endlich zeigen, dass mehr in ihr steckt, als ihr bloßer Name vermuten lässt. Sie setzt sich gern für das Gute ein, hilft jedem, wo sie nur kann und denkt gar nicht daran, dass nach ihrer Ausbildung eine Heirat auf sie warten soll, damit sie die Tradition fortsetzen und irgendeinen Herzogsspross ehelichen kann, um ihm Kinder zu schenken.
Sie glaubt an den freien Willen und die große Liebe, die sie nicht von ihren Eltern arrangiert finden möchte, sondern wahrhaftig erleben, sofern das irgendwann in ihr Leben passt. Aber bis dahin will sie sich voll und ganz auf das konzentrieren, was sie vor sich hat: Viel lernen und den Kadett:innen aus dem Reiterquadranten den Arsch - oder gar das Leben - retten, wenn man sie denn bereits lässt. Dass man sie genauso gut nach der Ausbildung an einen Außenposten versetzen könnte, ignoriert sie dabei ebenfalls gekonnt. Selbst das wäre ihrer Meinung nach noch etwas besser, als sich den Hintern in schönen Kleidern platt zu sitzen und nur als Dekoration zu enden, so, wie ihre Eltern es am liebsten hätte. Hübsch und still, ohne eigene Funktion.
Gespielt von Ree
Dabei seit: 01.03.2025, 22:11
Zuletzt gesehen: 15.03.2026, 19:51

Infanterie
21 Jahre alt
Zielsicher ist der Griff, mit dem du dir durch das hellblonde Haar fährst; nach seinen Strähnen greifst - und sie in pedantischer Genauigkeit zu einem Zopf flechtest. Ist früh, viel zu früh, doch du bist wach; du bist da, trägst das Abzeichen der Staffelführerin mit Stolz an deiner dunkelblauen Uniform. Du musst keinen Drachen reiten, um zu wissen, wer du bist; was du willst vom Leben. Du fühlst dich so angekommen wie selten im Leben, hier in Basgiath, hier im Junior-Jahr, nach den harten Prüfungen, die deine Ausbildung bisher für dich und deine Kamerad:innen bereit hielt. Beweist jeden Tag, dass Lady und Infanteristin keine Gegenteile sind, sondern so gut miteinander vereinbar, dass es fast aussieht wie ein Kinderspiel, wenn du beides bist. Hast dir dein Haar nicht abrasiert, läufst in deiner Freiheit weiter auf Schuhen mit Absätzen, die töten könnten, wenn’s Hart auf Hart kommt. Kannst deine Nägel im Kampf nutzen und murrst trotzdem nur selten, wenn einer von ihnen abbricht. Weinst nur, wenn’s sein muss, und dann höchstens hinter den verschlossenen Türen einer Toilettenkabine. Weil Schwach sein anders aussieht; nicht wie du; nicht wie eine Aldridge-Tochter.
Du machst Eindruck. Sehr viel mehr und gewaltvoller, als deine Körpergröße es anmuten ließe. Sie ist deine größte Schwäche und Stärke zugleich - bist nur Dank deines Namen überhaupt in den Quadranten der Infanterie gekommen, unter belustigtem Grinsen und schnalzender Zunge. Fällst heute trotz des offensichtlichen Nachteils durch keine Prüfung, widersetzt dich der Logik, du könntest weniger, nichts reißen - und trägst das Abzeichen der Staffelführerin mit so viel Stolz an deiner Uniform, dass deine Erscheinung unübersehbar hell durch den Quadranten strahlt. Würde andere stolz machen, den Zweifeln zu trotzdem, doch du hasst es, das Obwohl und Trotzdem, den überraschten, dann anerkennenden Blick auf deinen Rang. Wärst lieber nur talentiert anstatt talentiert, trotz - kennst keinen anderen, der reduziert wird wie du, und dich macht’s nicht stolz, gut zu sein, für dich fühlt‘s sich ungemütlich an, als würd‘ der Schuh nicht richtig sitzen. Als könnte, dürfte er das nicht.
Gespielt von Jule
Dabei seit: 24.02.2025, 13:36
Zuletzt gesehen: 27.03.2026, 20:16

Reiterin
21 Jahre alt
Call... nein... Caly? Es war ein bisschen fies von euren Eltern, euch so ähnliche Namen zu geben. Calypso und Callista, Caly und Calli. Aber zu ihrem Glück habt ihr ihren Humor geerbt und genießt es, wenn man euch verwechselt. Ihr seid eine Plage, haben schon eure Nachbarn damals in Tyrrendor gesagt. Als würde es nicht reichen, dass eure Namen sich so ähneln und ihr beinahe gleich ausseht, wechselt ihr auch noch andauernd eure Haarfarben. Wie soll man da noch durchblicken? Ganz einfach, findest du und spielst mit einer Strähne deiner zuckerwattefarbenen Mähne. Calypso klingt wie Chaos und du bist die Personifikation davon. Bist aufbrausend, impulsiv und lässt dir nichts sagen. Du bist inmitten einer Rebellion groß geworden, die dir beinahe alles genommen hat und da ist es wohl nur verständlich, dass das Chaos zu deinem Zuhause geworden ist. Könntest dich an den Scherben festklammern und dich an ihnen schneiden oder du bastelst aus ihnen kleine Sonnenfänger, die Regenbögen auf jeden Teil deines Lebens werfen. Du versuchst das Gute in allem zu sehen und das gelingt dir, solange deine Zwillingsschwester an deiner Seite ist. Ihr stiftet euch gegenseitig zu Unfug an, um euch etwas der Dunkelheit zu nehmen. Würdet für euch durchs Feuer gehen und das seid ihr auch. Du hättest das Dreschen nicht überlebt, wenn Calli nicht gewesen wäre. Weißt nicht, wie du allgemein ohne sie überleben würdest. Auch wenn du die bist, die eher zuschlägt, ist sie es, die dir die Kraft dazu gibt. Ihr gleicht euch aus, feuert euch an, steht für den jeweils anderen ein. Es ist beinahe unmöglich, euch zu trennen. Es war schon schlimm genug, dass ihr in unterschiedliche Staffeln gesteckt wurdet. Viel mehr Trennung hättet ihr nicht akzeptiert. Ihr seid ein Komplettpaket, es gibt euch nur zu zweit. Ihr stellt zusammen Blödsinn an und haltet den Kopf für den jeweils anderen hin. Nutzt selbst eure Fähigkeiten, um es den Menschen um euch herum schwer zu machen, damit ihr etwas zu lachen habt. Nicht, weil ihr böse seid. Sondern weil ihr gerne die Grenzen anderer austestet. Und eure eigenen. Auf der ewigen Suche nach Spaß im Leben.
Gespielt von Ely
Dabei seit: 23.02.2025, 18:51
Zuletzt gesehen: 28.09.2025, 13:49

Fliegerin
21 Jahre alt
Mit deinen goldblonden Locken, den makellosen Gesichtszügen und Augen so hellblau wie ein wolkenloser Himmel erinnerst du an einen Engel. Ein Umstand, den du dir bewusst bist, ihn insbesondere beim anderen Geschlecht einzusetzen weißt. Hast gelernt, wie du dein Aussehen zu deinem Vorteil nutzen kannst; welche Knöpfe du bei anderen drücken musst, um das zu bekommen, was du willst; wie du Persönlichkeiten wie Masken aufsetzt, so wie andere ihre Kleidung wechseln. Doch es war ein langer Weg, da anzukommen, deine Grenzen auszutesten, zu sehen, welchen Menschen du dich annähern kannst und welchen du besser aus dem Weg gehst. Oft genug ging es auch daneben, hast dich mit Grenzüberschreitungen und blauen Flecken herumschlagen müssen, sogar dem Tod schon ins Gesicht gelacht und das ein oder andere Mal überstürzt die Flucht antreten müssen. Bist trotzdem immer wieder aufgestanden und hast weiter gemacht, aus einem Grund, den du bis heute nicht ganz verstehst. Irgendetwas lässt dich am Leben festhalten, auch wenn es sich an manchen Tagen unglaublich schwer anfühlt und du eigentlich lieber loslassen möchtest. Doch dann schalten sich dein Widerwille und Stolz ein, geben dir die Kraft zum Weitermachen. Schließlich bist du nicht so weit gekommen und hast so viel durchgemacht, um dich von der Grausamkeit der Welt verschlingen zu lassen. Ganz abgesehen davon, dass du dann nicht nur dich, sondern auch deinen Greif töten würdest - und das könntest du nicht verantworten, alleine bei dem Gedanken dreht sich dir der Magen um. Der Beitritt an die Cliffsbane und das Erwählt werden durch einen Greif hat sich als Glücksgriff für dich herausgestellt. Hat deinem Leben wieder Sinn gegeben, nachdem du ihn verloren hattest, als die Farm hochgenommen wurde und ihr euch in alle Himmelsrichtungen verstreut habt. Plötzlich warst du wieder alleine und die Verzweiflung wog so schwer wie lange nicht mehr, dein Herz schmerzte auf eine Art, wie du es noch nie gespürt hast. Und du willst so etwas nie wieder fühlen. Doch hinter der Fassade der selbstbewussten, willensstarken Frau, die ihre eigenen Bedürfnisse über alle anderen stellt, verbirgt sich ein verlorenes kleines Mädchen, das die Welt nicht versteht und so sehr jemanden braucht, bei dem sie sich sicher fühlt. Und so kämpfst du einen Kampf gegen dich selbst: dein erwachsenes Du, das sich keinesfalls auf jemanden verlassen möchte, und dein inneres Kind, das sich jemanden wünscht, der es an der Hand nimmt.
Gespielt von Mara
Dabei seit: 23.02.2025, 17:31
Zuletzt gesehen: 07.04.2026, 18:35


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based on "the empyrean"-series by Rebecca Yarros